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Mecklenburgische Ostseeküste

Rostock: Stadt der Segler

Von TOURIAS Redaktion

Rostock war bereits im Mittelalter ein bedeutender Handelsplatz, mündet doch hier die Warnow in die Ostsee und bildet dabei einen natürlichen Hafen. Zusammen mit Lübeck und Wismar gründete Rostock den Kaufmannsbund der Hanse, dessen Koggen lange Zeit die Ostsee beherrschten. 1419 wurde am Universitätsplatz sogar die erste Hochschule Nordeuropas eingeweiht. Ende des 15. Jahrhunderts verlor die Stadt allerdings durch interne Machtstreitigkeiten und die Wirren der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges stark an Bedeutung. Erst mit der Industrialisierung begann mit dem Bau zahlreicher großer Werften ein erneuter wirtschaftlicher Aufschwung, der mit der Zerstörung großer Teile der Stadt im Zweiten Weltkrieg abrupt endete. Dennoch ging auch unter dem folgenden SED-Regime der kosmopolitische Geist einer Handelsstadt mit Verbindungen in die ganze Welt nie ganz verloren, wehte hier doch stets ein freierer Wind als in der übrigen DDR. Heute erinnern zwar immer noch in vielen Wohnvierteln graue Plattenbauten an die kommunistische Ära, doch ist auch die Altstadt mit ihren engen Gassen und stolzen Bürgerhäusern zum größten Teil erhalten geblieben, locken der Hafen sowie das benachbarte Seebad Warnemünde mit maritimem Flair.

Ostsee: Hafen

© Rico Ködder/iStock/Thinkstock