Ibiza: eine umkämpfte Insel
Ibiza war wegen seiner strategisch günstigen Lage schon immer Angriffsziel fremder Invasoren. Die Phönizier, die Römer und die Araber waren hier zeitweise zuhause und hinterließen architektonische Spuren, die zum Teil noch heute zu besichtigen sind. Auch nach ihrer Rückeroberung durch die christlichen Katalanen blieb die Insel weiterhin umkämpft. So errichtete man im 16. Jahrhundert in fast jedem Dorf eine Wehrkirche, deren mächtige mit Zinnen und Schießscharten versehene Mauern himmlischen und weltlichen Schutz zugleich bieten sollten. Ihre zweckmäßige und dennoch formschöne Architektur beeindruckte auch viele der Künstler und Intellektuellen, die hier vor allem in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts Zuflucht suchten. Auf sie folgten die Hippies, die ihren Traum von einem naturverbundenen Leben verwirklichen wollten und danach kamen die Reichen und Prominenten auf der Suche nach außergewöhnlichen Erlebnissen. Doch der Status als exklusive Adresse für Aussteiger und Individualisten blieb nicht lange erhalten. Heute wird die Insel jährlich von rund 1,6 Millionen Touristen besucht.

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