Frankfurt: Metropole am Main
Die alte Reichsstadt Franfurt am Main war während ihrer langen Geschichte immer wieder Schauplatz bedeutender Ereignisse. So wurden im Frankfurter Dom jahrhundertelang die deutschen Kaiser gekrönt, und in der Paulskirche tagte 1848 die erste demokratisch gewählte deutsche Nationalversammlung. Als man nach dem Zweiten Weltkrieg eine Hauptstadt für die neu gegründete Bundesrepublik suchte, galt Frankfurt zunächst als aussichtsreicher Kandidat, musste diesen Titel aber dann doch Bonn überlassen. Doch was der Stadt auf diese Weise an politischem Einfluß verloren ging, machte sie durch Finanzkraft wieder wett. Über 400 deutsche und ausländische Banken sind heute hier zu finden, und die Frankfurter Börse ist nach New York, London und Tokyo der viertgrößte Devisenmarkt der Welt. Imposante Hochhaustürme aus Stahl und Glas künden schon von weitem von der wirtschaftlichen Bedeutung der Mainmetropole.
Mit über 60 Museen und über 100 Galerien ist Frankfurt zudem auch ein Zentrum von Kunst und Kultur. Der Dichter Johann Wolfgang von Goethe, die Philosophen Schopenhauer und Adorno und Heinrich Hoffman, der Schöpfer des Struwwelpeters, wurden hier geboren. Auch der Erfinder des Buchdrucks, Johannes Gutenberg, hat mehrere Jahre in der Stadt gewirkt, und noch heute trifft sich auf der Frankfurter Buchmesse jedes Jahr die internationale Literaturszene. Frankfurt ist eine Stadt der Gegensätze, in der moderne Wolkenkratzer und beschauliche alte Fachwerkhäuser gleichermaßen zu finden sind.

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