Der „Stachel" - Höfe und Bürgerhäuser
Der „Stachel" - wie die Würzburger das Gasthaus „Zum Stachel" nennen - ist eines der ältesten Wirtshäuser der Stadt und wurde im 15. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich hieß das Gebäude Gressenhof.
100 Jahre später kam es zu dem folgenschweren Ereignis, das dem Wirtshaus seinen ungewöhnlichen Namen gab: Im Jahr 1525 erreichte der Bauernkrieg Würzburg. Die Bauern forderten damals mehr Freiheit sowie gemäßigtere Steuern und Fronabgaben. Die Anführer der Bauerntruppen bezogen im Gressenhof ihr Hauptquartier. Als Erkennungszeichen soll man außen am Haus die typische Waffe der Bauern befestigt haben, den Morgenstern - und der wurde wegen seiner Spitzen von den Bauern auch „Stachel" genannt. Seither trägt das Wirtshaus diesen Namen.
Noch heute hängt ein Morgenstern zur Erinnerung an diese turbulenten Zeiten am Haus.
Das Gasthaus lädt zu fränkischen Spezialitäten ein. Im Sommer bietet der malerische Innenhof ein Ambiente mit ganz besonderem Flair.
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