Beim Stichwort bayerische Küche denkt man natürlich zuallererst an die Weißwurst, die 1853 von dem Münchner Metzgergesellen Josef Moser erfunden wurde. Wer als echter Kenner gelten will, verspeist sie niemals nach 12 Uhr mittags und schneidet sie auch nicht auf, sondern zuzelt sie aus oder zieht die Haut vom Ende her ab. Dazu gehören Brezeln, Kümmel- oder Roggenbrötchen sowie süßer Senf.
Doch auch sonst lieben die Münchner vor allem deftige Fleischgerichte wie Leberkäse, Fleischsalat, Presssack, Schweinebraten, saure Innereien und natürlich die berühmten Brathendl. Als Vorspeise gibt es eine kräftige Leber- oder Griesknödelsuppe, als Beilagen Semmel- oder Kartoffelknödel, Kartoffelsalat und Kraut und zum Nachtisch süße Dampf-oder Rohrnudeln. Weitere Spezialitäten sind der Obatzde, ein mit Ei, Zwiebeln, Pfeffer und Paprika angemachter Camembert, der Radi, eine in dünne Scheiben geschnittene und mit Salz bestreute Rettichknolle, sowie der Steckerlfisch, eine am Spieß gegrillte Makrele oder Renke.
Zum Ausgehen bieten sich natürlich vor allem die vielen Biergärten an, in denen das bayerische Nationalgetränk in großen Mengen ausgeschenkt wird. Die Gäste können dazu ihre eigene Brotzeit mitbringen, es gibt aber natürlich auch vor Ort schmackhafte Schmankerln. Der Ausschank beginnt meist gegen 10 oder 11 Uhr vormittags und endet zwischen 22 und 23 Uhr am Abend.
Doch auch wer dieser Form der Geselligkeit wenig abgewinnen kann, wird in München mit Sicherheit auf seine Kosten kommen. Findet man doch hier über 5.000 verschiedene Restaurants, in denen die Küche der unterschiedlichsten Nationen von Deutschland über Frankreich, Italien und Griechenland bis hin zu Japan und China vertreten ist.
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