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Sankt Petersburg

Sankt Petersburg

Von TOURIAS Redaktion

An der weiten Mündung der Newa in die Ostsee trifft die sprichwörtliche russische Weite auf Europas Städtekultur: Das Ergebnis ist einmalig und heißt St. Petersburg, eine Metropole, die in ihrer nur 310 Jahre kurzen Geschichte enorme Höhenflüge und katastrophale Krisen durchmachte. Und doch kam sie immer wieder fest auf dem sumpfigen Boden zu stehen, auf dem sie nach dem Willen Peters des Großen errichtet worden war. Vor allem das 20. Jh. war für die letzte Hauptstadt des Zarenreichs eine harte Prüfung – zweimal stand sie am Rande des Untergangs. Jetzt, im 21. Jh., startet das einstige Leningrad wieder durch: Mit einem reichen Erbe an Kultur, Kunst und Architektur gesegnet, boomt und blüht St. Petersburg wieder.

Ausländer sind nicht mehr die einzigen potenten Kunden in der Stadt: Nicht nur Oligarchen und die kleine Oberschicht, auch die stetig wachsende russische Mittelklasse erwartet Angebot und Service „wie in Europa“, und kann sich das mittlerweile auch durchaus leisten. Zumal Russen eher zum munteren Ausgeben ihres Geldes tendieren – solange welches da ist, wohlgemerkt. Understatement ist nicht unbedingt ein russischer Wesenszug. Und selbst die gehobene Kultur muss nicht länger nur mit der Erbmasse haushalten: Erste Neubauprojekte wie das Eremitage-Magazin oder der Konzertsaal des Mariinski sind vollendet. Und weitere grandiose Hochkulturmagnete wie die zweite Mariinski-Bühne und die Eremitage-Erweiterung im Generalstabsgebäude am Schlossplatz werden noch mehr Besucher anziehen. Sie zeigen, dass St. Petersburg, Russlands erhabenes touristisches Flaggschiff, nach langer Flaute nun mächtig Fahrt aufnimmt.

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