Menorca - bezauberndes Mauerblümchen
Ganz anders als das vom Massentourismus geprägte Mallorca zeigt sich die kleine Schwesterinsel Menorca: Eine verträumte Schönheit, die sorgsam mit dem wachsenden Fremdenverkehr umgeht und sich so viel von ihrer ursprünglichen Art erhalten hat. Menorca ist zwar nur 700km² groß, bietet aber dennoch eine große Vielfalt und einiges an Kontrasten. Der Norden der Insel zeigt eine raue Seite: dunkle Schieferfelsen, steile Klippen und zerklüftete Fjorde prägen die Küste dort. Der Süden dagegen überzeugt mit kleinen Buchten und wunderschönen Sandstränden. Beide Teile beheimaten sehr viele, auch seltene, Pflanzen- und Tierarten - nicht umsonst steht ein großer Teil der Insel unter Naturschutz. Es gibt auf Menorca nur zwei größere Städte, Mao im Osten und Ciutadella im Westen. Unvermeidbar ist der Wettstreit der beiden Metropolen, die Hauptstadt Mao ist englisch geprägt, Ciutadella hingegen versprüht mediterrane Atmosphäre und spanisches Temperament. Etliche kleine Städtchen und Fischerdörfer mit verwinkelten Gassen laden zum Verweilen und Träumen ein. Abwechslungsreich ist auch die Geschichte der Insel. Die ältesten Siedlungsspuren sind 4000 Jahre alt, Römer, Griechen, Araber und nicht zuletzt die englischen Besatzer haben ihre Einflüsse hinterlassen. Die frühe Geschichte wird besonders anschaulich in den vielen prähistorischen Ausgrabungsstätten und Höhlen. Wer also Ruhe und Idylle sucht, ohne dabei auf Kultur und Abwechslung verzichten zu müssen, ist auf Menorca genau richtig.

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